Password please – Kinder mithilfe von Geheimpassworten sicherer machen

Kinder mir Hilfe von Geheimpassworten schützen

Passworte für Kinder

 

Es gibt Themen, die beunruhigen uns als Eltern, egal wie sehr wir uns bemühen, cool und entspannt zu bleiben.
Mit dem Gedanken, dass Kinder irgendwann ihre Freiheiten brauchen, hatte ich auch überhaupt kein Problem.
Sie dann aber tatsächlich zuzulassen, fiel mir schon deutlich schwerer.
Irgendwann, im Leben einer jeden Mama, kommt der Moment, in dem sich das Kind vor einem aufbaut und folgenden Satz spricht: Mama, Du brauchst heute nicht mitzukommen, ich kann da doch allein hinlaufen.

Ahhhhhhhhh, neiiiiiiiin!

Spätestens mit dem Schulkindalter erschrickt einen das eigene Kind mit just diesem Satz – garantiert!

Genau das sind die Momente, die uns als Mama zum Einen natürlich sehr stolz machen. Wie toll, dass mein Kleiner schon so selbstständig und so weit ist.
Aber hat mich mal jemand gefragt, ob ich schon so weit bin?!?

Oha, alleine also, na gut. Und du bist dir auch ganz sicher, Schatz? Ja?, Wirklich, sicher?

Die Wege, die unser Großer auf einmal alleine zurücklegte wurden mehr und mehr, meine Unruhe leider nicht weniger.
Ich hatte Kopfkino und hinter jeder Ecke vermutete ich Gefahren.
Was, wenn jemand meinen Kleinen damit einlullen würde, dass ich ihn geschickt habe, oder es wirklich ein Notfall ist?
Ich sag nur Kopfkino.
Just zu diesem Zeitpunkt las von einer Idee, die ich grandios fand und diese möchte ich heute gerne mit all den Mamas da draußen teilen, die auch schon so tolle und große „Hans Dampfis in allen Gassen“ haben.

Stichwort PASSWORD PLEASE.

Natürlich gibt es immer mal wieder Momente der Planänderung. Ein krankes Geschwisterkind muss aus der Kita abgeholt werden, bei der Arbeit dauert es länger und schwups ist man dabei, einen Abholservice für das Schulkind zu organisieren.
In der Kita könnte man jetzt problemlos anrufen und Bescheid geben, aber in der Schule geht das leider nicht mehr.

Für genau diese Situationen haben wir ein Passwort ausgemacht. Wann immer es zu einer Planänderung kommt, bei der es mir nicht möglich ist, meine Kinder darüber zu informieren, haben wir ein Geheimpasswort.
Sollte es nun also dazu kommen, das ich Nachbar Günther zum Abholen schicke, weil ich verhindert bin, gebe ich ihm das Geheimpasswort, mit lieben Grüßen von der Mama.
Kann Nachbar Günther dem Kind das Passwort sagen, weiss es, dass ich diese Person tatsächlich geschickt habe.
Super simpel, aber super sicher.
Sobald das Passwort weitergegeben wurde, muss natürlich eine neues her, aber das ist dann ja die leichteste Übung…

Ein wenig besser geht es mir seit dem bei dem Gedanken, meine Kinder alleine aus der Haustür laufen zu lassen, ein wenig.
Ansonsten hoffe ich auf ihren guten Menschenverstand, auf das Gute im Menschen,  auf ihren Schutzengel und den lieben Gott!

In diesem Sinne, eine passwortsichere Woche! 🙂

 

 

 

 

 

Ein Ferienplan für Ferien zu Hause

 

In Berlin beginnen in wenigen Tagen die Sommerferien und wir sind echt urlaubsreif! Langsam aber sicher haben wir allesamt die Nase vom frühen Aufstehen voll und freuen uns darauf, mal wieder ohne  Hast und lauter on-time Performances durch den Alltag zu schlendern…

Weil’s so ganz ohne Plan aber auch schnell wuselig wird und mir die Kids ’nen Loch in den Bauch fragen, was wir heute noch so machen, habe ich im vergangenen Jahr diesen Tagesplan zusammengebastelt und er hat uns gut durch die 7 Wochen Sommerferien manövriert. Ein Ferienplan für Ferien zu Hause ist eine feine Sache, weil er dem Tag ein wenig Struktur gibt, alle mitplanen können und niemand zu kurz kommt…

 

Ferienalltag

 

Für alle Aktionen, die ein Tag so mit sich bringen kann, gibt es ein Bildchen.

Frühstück / Mittag / Abendbrot / Spielzeit im Freien / Freunde treffen / Vorlesen und Lesen / Tischarbeit / Einkaufen / Spielplatz / tolle Sachen machen / Eisessen / Aufräumen / Ausruhzeit mit Cd’s ( ohne die würde ich vermutlich nach 2 Wochen durchdrehen.. 🙂 ), Großeltern besuchen u.s.w.

Der Tagesplan wird auf ein Stück Pappe gemalt und in Zeitfenster unterteilt. Den Plan habe ich mit Klarsichtklebefolie umklebt  und darauf pro Zeitfenster 3 Klettsticker befestigt.

Die einzelnen Aktionen habe ich auf Post-Its gemalt ( an dieser Stelle meine aufrichtige Entschuldigung,  was das Malen angeht bin ich echt ’ne Pfeife! ) und habe diese dann laminiert. Auf die Rückseite kam ebenfalls jeweils ein Klettsticker.

 

Tagestafel für die Tageplanung
Morgens beim Frühstück haben wir den Tagesplan besprochen und zusammen aufgeklebt und uns dann gemütlich durch den Tag gelebt.

Ich finde, es lebt sich mit Kindern viel besser durch den Tag, wenn er gut strukturiert ist. Wenn alle wissen was kommt, läuft’s irgendwie besser und ohne ganz so viel Genöhle…

Bei der Tischarbeit machen wir 20-30 Minuten ein bisschen Schulkram, Schreibschrift, 1×1, nix Dolles, aber eben ein wenig. Die Zwillis haben ein Ferienarbeitsheft und einen eigenen Ordner, in dem sie die Blätter danach abheften können. Das fühlt sich fast ein bisschen wie Schulkind an und ist natürlich suuuper. Im vergangenen Jahr gab es für Leo einen Kindergartenblock von Feuerwehrmann Sam und für Rosie einen Block von HelloKitty. In diesem Jahr gibt es einen von Barbie und einen von Sam. Dazu habe ich noch für jeden ein Ferienblock von Cornelsen gekauft. Die gab’s im 1 Euro Shop und sind von 2015. Ich vertrau mal darauf, dass sich beim 1×1 seit 2015 nix geändert hat und Äpfel noch immer Obst und nicht Gemüse sind…  🙂

Wer die Tischarbeit beendet hat, kann sich zur Belohnung aus seiner Ferien-Petz-Figur einen Bonbon nehmen. ( kleine Sache aber großes Highlight für die Kids )…

Da in den Ferien ja alle Drei zuhause essen, machen wir am Sonntagabend unseren Menüplan für die Woche. Immer abwechselnd dürfen sich die Drei aussuchen, was es zum Mittagessen geben soll. Ich verplane nur 5 Tage, weil eh immer mal was dazwischen kommt und wir sonst nicht mehr aufholen können. Die Abmachung ist, dass jeder sich alles wünschen darf – außer ständig süß – und das beim Essenswunsch der anderen nicht rumgenörgelt wird. Im vergangenen Jahr hat es erstaunlich gut funktioniert. Vielleicht war’s der Teamspirit, keine Ahnung. Ich war auf jeden Fall froh, dass alle alles probiert haben und nicht ganz so viel gemäkelt wurde wie sonst. Irgendeiner mag sonst  ja irgendetwas immer nicht….

Wir werden es uns schön machen hier in Berlin und ich freue mich schon darauf, dass endlich nicht mehr morgens um 5:30 der Wecker klingelt, juhuuu!

 

 

 

 

 

Familienkonferenz

 

Jede Familie hat ihre ganz eigenen Schlüssel und Wege zum Glück. Im Laufe der Jahre, in denen wir als Familie gemeinsam gehen und wachsen dürfen, kommen immer neue hinzu. Wege ändern sich, Ideen und Vorstellungen finden sich neu und passen sich den Lebens -und Alltagssituationen an.

Wenn ich unsere Schlüssel des Familienglücks benennen sollte, dann wäre die Familienkonferenz auf jeden Fall einer davon!
Familienkonferenzen sind ein fantastisches Forum für Austausch, Wünsche, Ideen und Vorstellungen, die es sich lohnt gemeinsam zu besprechen und die unsere ganze Aufmerksamkeit verdienen.

 

Familienkonferenz

 

Wenn ich auf meine berufliche Laufbahn zurückblicke, komme  ich auf etwa 15 verschiedene Unternehmen, bzw. Teams, in denen ich gearbeitet habe.
In manchen Teams hatten wir wöchentliche Meetings, in anderen tägliche Kickoff Meetings und in einigen überhaupt keine regelmäßigen Zusammenkünfte des gesamten Teams.

In den Firmen, in denen wir regelmäßige Meetings hatten, war nicht nur der Teamspirit ein besserer, sondern auch das gesamte Klima und das Verhältnis zwischen den Teampartnern deutlich angenehmer.
Die Beziehung zwischen den Vorgesetzten und dem Team war lockerer und es kam viel seltener zu Unstimmigkeiten oder Streit, als in Unternehmen, in denen man kaum oder gar nicht an einen Tisch kam.

Im Grunde genommen funktioniert eine Familie ja wie ein Kleinunternehmen, manchmal sogar ein ziemlich großes! Wieso also sollte man da nicht auch regelmäßige Meetings abhalten?!?

Ich liebe unsere Familienkonferenz, weil sie jedem Familienmitglied – egal ob groß oder klein – die Möglichkeit gibt, seine Ideen, Wünsche, Vorstellungen, seine Sorgen oder auch seinen Ärger in Ruhe vorzutragen. Für uns als Eltern bietet sie eine guten Rahmen, um neue Abläufe oder Veränderungen im Alltag vorzustellen und Dinge zu besprechen, mit denen wir zufrieden, oder eben auch mal nicht so glücklich waren.

Familienkonferenzen sind toll und ich möchte sie nicht mehr missen!

Bei unseren Familienkonferenzen darf ein kleines Schmankerl nicht fehlen, dass macht das Familienmeeting gleich doppelt so schön!

Als wir vor etwa zwei Jahren mit unseren Familienkonferenzen begonnen haben, gab’s dazu immer ein Eis mit Schokosauce und Streuseln. Irgendwann wurde uns das zu unruhig, sowohl während – als Dank dem Zucker – auch nach der Konferenz, so dass wir dann auf Obst umgeschwungen sind. Obst war nett, aber so gar nicht feierlich…

Irgendwann kam mein Mann auf die Idee, unsere Familienkonferenz mit einer Teezeremonie zu eröffnen und so machen wir’s jetzt!
Die Kids lieben es und wir auch! Unsere Teezeremonie stelle ich Euch am kommenden Mittwoch genauer vor, die ist zu schön, um sie hier nur eben schnell zu erklären…

 

 

Teezeremonie

 

Zu jeder Familienkonferenz gibt es einen Konferenzbogen, auf dem wir die Themen eintragen, die wir besprechen möchten. Ausserdem hat jede Familienkonferenz einen eigenen „Chef der Konferenz“, ein tolles Amt! Jeder ist mal dran, wir machen das einfach reihum.
Der „Chef der Konferenz“ nimmt die Themen entgegen, eröffnet die Familienkonferenz, begrüßt die Familienmitglieder, nimmt Wortmeldungen entgegen und beendet die Familienkonferenz. Nick kann die Themen mittlerweile selber auf den Konfernzbogen schreiben, bei den Kleinen hilft einer von uns.

 

Familienkonferenz Protokoll

(…und hier gibt’s den Konferenzbogen noch mal zum Ausdrucken: Familienkonferenz pdf )

 

Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, mit welcher Ehrfurcht und Ernsthaftigkeit die Kinder dabei ihres Amtes walten und wie sehr sie es genießen, endlich auch mal der Chef zu sein, das ist zu süß! 🙂

Auf der anderen Seite lehrt es sie in einem entspannten und familiären Umfeld ihre Wünsche oder Sorgen zu formulieren und vorzutragen. Sie bekommen das Gefühl, ein ganz wichtiger Teil dieses Teams zu sein. Unterm Strich ist das die wichtigste Botschaft, die aus diesem Meeting hervorgeht. Jeder zählt, jeder wird gehört und jeder und alles wird ernstgenommen.

Das, was im Alltag oft genug untergeht oder aus Zeitgründen manchmal einfach nicht möglich ist, findet hier seinen Platz und wird wichtig und das spüren die Kinder.

 

Familienglück leben
Wenn uns oder den Kindern unter der Woche Dinge einfallen, die sie gerne bei der Konferenz besprechen möchten, dann tragen wir sie in dieses kleine Büchlein ein. Ebenso mache ich es, wenn ich unter der Woche Dinge bemerke, die mich nerven oder die ich gerne in Ruhe besprechen würde. In der Alltagssituation selbst würde es oft untergehen oder wenig Gehör finden, im Rahmen der Familienkonferenz können alle ihre Meinung und ihre Empfindungen zu diesem Thema äussern.

Bei Geschwistertreitigkeiten oder auch anderen Problemen fragen wir die Kids manchmal, ob sie denn eine Idee haben, wie wir Konflikte lösen können.  Wir haben gemerkt, dass sie die Lösungsideen und Vorschläge, die sie zur Lösung eines Konfliktes machen, die also von ihnen selber kommen, in der Regel viel besser und verlässlicher umsetzten als die, die wir ihnen vorgesetzt hätten. Auch das ist ein großes Plus dieser Art von Familienmeeting.

In einer unserer letzten Familienkonferenzen hatten sich beide Jungs darüber beschwert, dass Lil in letzter Zeit gerne immer gleich anfängt laut zu heulen, statt erst in ruhigem Ton zu sagen, was ihr nicht passt. Im Resümee vermerkten wir also, dass Lil in der kommenden Woche versuchen wird, nicht „immer gleich die Sirene anzuschalten“.
Am Morgen nach dieser Familienkonferenz kamen wir auf dem Schulweg in eben so eine Situation. Lil war verärgert und statt zu reden ging gleicht das Geheule los, die leidige Masche also. Leo drehte sich genervt zu ihr um und sagte ruhig und völlig trocken : Lil, erinnerst Du Dich nicht mehr, was wir gestern gesagt haben, nicht immer gleich die Sirene anschalten!?! “

Oha, da war Ruhe im Karton, das hatte gesessen. Wer möchte schon vereinbarte Absprachen bewusst brechen…. Die Sirene war still und sie versuchte es ein wenig später noch mal in einem vernünftigen Ton. Juhu, die Nachricht war angekommen.
Muss jetzt noch schmunzeln, wenn ich an diese Szene denke.

Wir versuchen einmal in der Woche ( bei uns ist das meistens am Sonntag ) eine Familienkonferenz zu machen. Es gibt auch mal Wochen, wo es nicht klappt, der Tag schon zu voll war, oder wir einfach keine Themen haben, dann ist es auch o.k.
Manchmal kommen die Kinder auf uns zu und sagen, dass sie heute Abend dringend noch mal eine kleine Familienkonferenz machen möchten und wenn es nicht bis zum Wochenende warten kann, versuchen wir es möglich zu machen. Notfalls ohne Tee und Schnickschnack!

Alles in Allem, tut es uns als Familie wirklich gut, in dieser Form immer wieder zusammenzukommen und ich hoffe, dass wir uns in all den vielen kommenden Konferenzen weiter aufmerksam zuhören und immer ein offenes Ohr und Herz füreinander haben werden.

In diesem Sinne, auf viele weitere fantastische Familienkonferenzen!

 

Hausaufgabenmotivation

 

Es gibt sie, diese Phasen im Leben eines Schulkindes, in dem es leider nicht ausreicht, nur die normalen Hausaufgaben schnell zu erledigen. Diese Tage vor Klassenarbeiten, Tests und Diktaten, oder nach längeren Krankheitspausen. Oft genug kommt es vor,  dass irgendein Thema nicht ganz so sicher verstanden wurde, wie es zum Erlernen des nächsten Themas nötig gewesen wäre. Das sind die Phasen,  in denen ein bisschen „Hausaufgabenmotivation“ gut tut und da kommen unsere Superschlaupässe ins Spiel!

 

Hasuaufgabenmotivation

 

Dass Hausaufgaben gemacht werden müssen, erklärt sich von selbst. Bei den regulären Hausaufgaben gibt es da auch nix zu diskutieren. Lernen gehört zum Leben dazu und das versuchen wir unseren Kindern täglich aufs Neue zu Vermitteln. Lernen zu dürfen ist ein großes Privileg ( wenn mitweilen auch ein ziemlich lästiges 🙂 ) dass jedoch vielen Kindern und Menschen leider nicht vergönnt ist.
Ich habe gemerkt, dass es wirklich etwas verändert, wenn man mit den Kindern immer mal wieder darüber spricht. Wer lernt und schlau wird, hat so viele Vorteile im Leben, die lohnt es sich ruhig mal aufzuzählen!
Lernen ist ein großes Privileg und mit dieser Dankbarkeit sollten wir es auch annehmen.

Das Hausaufgaben selten mit Begeisterung angegangen werden ist klar. Ebenso klar wie es eben unsere Aufgabe als Eltern ist, zu vermitteln, dass man oft  nur durch Fleiss und gute Arbeit ans Ziel kommt.

Wenn es mal nicht reicht, nur die normalen Hausaufgaben zu machen, sondern ein bisschen „Nacharbeiten“ oder “ Extraüben“ auf dem Programm steht, dann geht das mit einem Superschlaupass im Ärmel oft besser.

 

Superschlaupass_0332

 

Den Superschlaupass bekommt Nick am Anfang der Woche, das Datum wird oben rechts eingetragen. Pro 15 Minuten gearbeitete Sonderaufgaben ( das kann 15 Worte aus dem Schreiblernheft abschreiben sein, Extraaufgaben in Mathe oder Schreib-und Schönschriftübungen….) kann er sich ein  Fenster im Superschlaupass abknipsen. Wenn der Pass am Ende der Woche abgeknipst ist, dann darf er als Belohnung in der Folgewoche eine Sendung im Vorabendprogramm sehen. Für ihn ist das ganz großes Kino, weil es zusätzlich zum normalen Fernsehkontingent ist ( mehr dazu hier ) und die Arbeit allemal wert. Da gibt es dann so aufregende Serien wie Notfallretter oder TerraX, der Wahnsinn!!! 🙂

Motivation ist Alles, egal in welcher Lebenslage!
Meine Mama ist jemand, der an Spontanität nicht zu übertreffen ist. So oft klingt mir folgender, von ihr gesprochener Satz, im Ohr nach : „Wenn ich morgens aufstehen würde, mit dem Wissen, dass ich heute Abend geputzte Fenster haben werde, dann würde ich mich schon beim Aufstehen vor dem Tag und dem Fensterputzen fürchten, darum mache ich diese Aufgaben stets ungeplant und ganz spontan“.

Ja, so kann man auch arbeiten und oft fährt man so sicher viel besser und unkomplizierter. Aber wenn’s eben doch mal geplant sein muss, dann hilft eine kleine Belohnung, um den „Grusel“ vor der Arbeit zu reduzieren…. 🙂

Wenn Ihr auch mal einen Superschlaupass braucht, dann gibt’s den hier gratis zum Ausdrucken:

Superschlaupass pdf

Der Pate – ein freundlicher Familienhelfer

 

Mamaaaaa, Mamaaaaaaaaaaaaaaaaa….
An manchen Tagen gefühlte 2000 mal, innerhalb einer Minute versteht sich! Ich brauchte dringend „some serious support“ und darum gibt’s bei uns jetzt Helferchen.
Als unser Großer in die Schule kam, fand er es super, dass ihm ein Pate zur Seite gestellt wurde. Ein cooler Typ, sogar schon aus der Vierten. Einer, der immer hilft und auf dem Schulhof auf einen aufpasst. Dieser Pate hat mächtig Eindruck gemacht und ich denke, dem Paten hat das Aufpassen auf unseren Kleinen ebenso viel Spaß gemacht, wie es Nick gefallen hat, jemanden an seiner Seite zu wissen.

 

Helferchen_0222

 

 

Etwa so kam mir die Idee mit den Familienpaten.

Mein Mann ist unter der Woche viel unterwegs und oft nicht in Berlin, so dass ich mit den Kids häufig allein bin. Alles in allem kein Problem, aber dieses ständige Rufen wegen Dingen, die sie eigentlich allein machen könnten, oder zumindest mit Hilfe ihrer Geschwister, war manchmal schon ein wenig nervig.

Jeden Sonntag Abend ziehen wir nun unsere Helferchen für die kommende Woche und bisher hat das tatsächlich ganz gut geklappt.
Das Helferchen hilft mit all den Dingen, die man eben nicht alleine schafft, oder alleine machen mag. Anziehen, Suchen, Aufräumen….
Neulich kam Leo mit einer Playmofigur zu mir, auf die er den Helm nicht aufgesetzt bekam. Ich hatte die Hände aber im Abwaschbecken und hab ihn gleich an sein Helferchen verwiesen. Helm auf, Kinder glücklich. Der eine, weil er Hilfe bekommen hatte, der andere, weil er heldenhaft helfen konnte und sein Bruder ihm dankbar für die Hilfe war.

Heute Abend haben wir wieder Helferchen für die kommende Woche ausgelost und Leo und Lil hatten sich gegenseitig als Paten gezogen. Beide liefen Hand in Hand aus der Küche und Lil fragte: Na Leo, wollen wir jetzt was spielen, oder soll ich Dir bei irgendetwas helfen?“

Wie süß ist das denn!?!

Verantwortung für einen anderen zu übernehmen kann so was tolles sein und es macht mich als Mama wirklich glücklich, so kleine Glücksmomente zu beobachten. Die anderen weniger herzlichen Geschwistermomente kommen garantiert auch wieder, bestimmt schon morgen!!! 🙂

Also, auf ein Neues und einen guten Start in diese Woche ( mit und ohne Helferchen )  … 🙂

 

 

Ein Belohnungssystem das Berge versetzt und uns aus der Brüllfalle holte!

 

Belohnungssystem - Punkteliste Blanko
Wenn wir als Mamas für jeden Satz, den wir in selber Wortfolge mehr als einmal sagen müssen Punkte bekommen würden, wäre unser Punktekonto ganz sicher suuuuper voll! Wenn wir uns von diesen Punkten Schuhe kaufen dürften, würde ich diese gewissen Sätze mit größter Freude gerne noch 10 mal wiederholen. So ist es aber leider nicht! Keine Schuhe, höchstens schlechte Laune und tiefe Stirnfalten!

Ich meine diese gewissen Sätze, die wir alle gefühlte hundert mal in der Woche sagen,
Sätze wie : „Schatz, komm jetzt bitte Zähneputzen“ & „Schatz, trödel nicht so, wir müssen los, zieh jetzt bitte die Schuhe an“….

Sätze, die viel Kraft kosten – und zwar beide Seiten – und die den Ton und die Stimmung in der Familie auf Dauer tatsächlich vergiften können, weil sie uns so viel Kraft kosten.

Was dann folgt, kennen wir alle.

Irgendwann platzt einem die Hutschnur und man rennt keifend durch die Wohnung, was – auf kurze Sicht gesehen – in diesem  Moment noch helfen mag.  Zum einen, weil die Schuhe endlich angezogen werden, zum anderen, weil man sich Luft gemacht hat.

Auf lange Sicht gesehen, ist es auf keinen Fall eine gute Lösung, sondern eher eine emotionale Tortour, die weder nachhaltig ist, noch irgendeinen dauerhaften Mehrwert hat.
Schreien hat keinen Mehrwert!
Durch das heutige Rumgekeife wird die Situation am nächsten Morgen sicher nicht besser laufen, und auch der erste Schreck, mit dem die Kinder auf den lauten Ton reagiert haben, nimmt irgendwann ab und lässt die Kleinen nur abstumpfen.
Ganz zu schweigen von dem Gefühl der Enttäuschung, die es in uns allen hinterlässt.
All die Dinge, die an diesem Tag schon so toll gelaufen waren und die glücklichen Momente, die dieser Tag ganz sicher auch für uns hatte, verpuffen nach so einer Schreiepisode im Nichts, und hinterlassen in uns das Gefühl, das dieser Tag ein kompletter Reinfall war.

Ich wollte das so nicht mehr und unbedingt raus aus dieser immer wiederkehrenden Schreifalle.

Wir brauchten ganz dringend eine Veränderung, und so machte ich mich daran, erst einmal all die Dinge, die nicht so gut liefen aufzuschreiben.

All diese Punkte habe ich in eine Liste gepackt und daraus dann dieses Belohnungssystem für Kinder entwickelt. Unsere Liste ist in zehn Unterthemen aufgeteilt und hat eine Laufzeit von 10 Tagen. In wie viele Unterpunkte man diese Listen aufteilt, kann ganz individuell auf die Situation und auch das Alter der Kinder angepasst werden, ebenso wie die Laufzeit. Ich nehme immer mal wieder Punkte, die irgendwann von alleine laufen raus oder füge neue hinzu. Wichtig ist nur, dass ganz deutlich ist, was sich hinter jedem Punkt verbirgt, und was unsere tatsächlichen Erwartungen sind. Nur so können die Kinder es auch verstehen und annehmen.

Bei Diskussionen zu diesem Thema höre ich oft den Satz :“ Ich belohne meine Kinder doch nicht dafür, dass sie alltägliche Dinge gut machen. Nachher machen die gar nichts mehr ohne Belohnung“.

Meine Erfahrung ist eine ganz andere.

Es geht bei dieser Art von Bonussystem weniger um die materielle Belohnung ( die gibt’s als Anreiz in kleiner Form natürlich on top), als viel mehr um die Möglichkeit, einen gemeinsam Wege zu finden und die Kinder für diese Alltagssituationen zu sensibilisieren.
Ich belohne mein Kind nicht dafür, dass es zum Zähneputzen kommt, sondern dafür, dass es die Situation durch sein Verhalten für alle angenehmer macht. Dafür, dass mein Kind es schafft, seine Bedürfnisse und seinen Plan, den es  für diesem Moment hatte in den Hintergrund zu stellen und dadurch den Tagesablauf entspannt. Die Prioritäten von uns Erwachsenen und die unserer Kinder liegen oft Lichtjahre voneinander entfernt und da ist es schon mal ein Lob wert, wenn die Kleinen es schaffen, die von uns vorgegebenen Abläufe ständig zu akzeptieren.

Wenn ich mich Abends mit jedem Kind einzeln hinsetzte und die Liste durchgehe und ankreuze, dann lobe ich die Dinge, die an diesem Tag gut funktioniert haben über den grünen Klee. Das Lob, welches mich ja nicht einen Penny kostet, ist unterm Strich die größte Belohnung, die ich meinen Kindern nur zukommen lassen kann. Das Anerkennen ihrer Leistung, und das Hervorheben von guten Taten beflügelt sie und macht sie vor allem stolz. Ein gutes Gefühl merkt man sich und wenn sich die Situation am nächsten Tag wiederholt, stehen die Chancen gut, dass sie sich an das gute Gefühl und das Lob erinnern und es wieder gut läuft.
Manche Dinge, die nicht so gut laufen, lasse ich am Tag seit dem manchmal unkommentiert, um sie am Abend dann in Ruhe zu besprechen. Abends habe ich die Zeit, mir noch mal die Sicht meines Kindes anzuhören und diese ohne Stress und Zeitdruck gemeinsam zu besprechen. Ganz frei von den Emotionen und der Hektik, in der Dinge eben manchmal nicht gut laufen.
Im Nachhinein glaube ich sogar, dass wir einige unserer Wünsche und Erwartungen womöglich gar nicht deutlich genug vermittelt hatten. Erst das tägliche gemeinsame Benennen und Reflektieren dieser Alltagssituationen hat unseren Kindern verdeutlicht, warum ihre Kooperation so wichtig ist. Und das Lob sich besser anfühlt als Ärger, wissen schon die Kleinsten!

Unsere Liste sieht so aus: ( zugegeben, bei dieser hatte Leo echt ’nen Lauf, die sieht bei weitem nicht immer so gut aus! 🙂 )

 

Punkteliste_0145
Zu Beginn darf sich jedes Kind etwas Kleines wünschen. Mal ist das ein besonderer Eisbecher, mal ein bestimmtes Obst nur für sich allein, oder ein kleines Event. Je nach dem, was passt…

Die Symbole stehen für :

  • Zähneputzen am Morgen
  • Schuhe und Jacke anziehen und losgehen
  • der ( hoffentlich ) gute Ton
  • Aufforderung und Bitten von uns nachkommen
  • Verhalten gegenüber den Geschwistern
  • Verhalten bei Tisch
  • Aufräumen
  • Ehrlichkeit 
  • Anziehsachen wegräumen
  • Zähneputzen&Co am Abend

Dann haben wir noch das Symbol mit dem Würfel, das sind Zusatzpunkte, die man sich erarbeiten kann.

Daumen hoch ist ein Bonuspunkt, der für besonders tolles Verhalten vergeben wird.

Ihr seht, bei jedem einzelnen Punkt ist ganz viel Spielraum für Lob- und darum geht es bei diesem Belohnungssystem vor allem!
Es gibt so viele tolle Situation – besonders unterhalb von Geschwistern – die man als Eltern am Rande mitbekommt, aber aus verschiedensten Gründen in diesem Moment nicht beloben kann. Wenn die Kinder dann am Abend sehen, dass man wohl gemerkt hat, dass sie einem Geschwisterkind den Vortritt an der Schaukel gelassen haben, oder ihm gut zugesprochen haben, dann erfüllt sie das mit Stolz und Freude.

Neulich kam Lil heulend auf dem Spielplatz zu mir und beschwerte sich darüber, dass Leo mit ihrem Ball spielen würde. Sie war eigentlich längst schaukeln und brauchte ihn gar nicht mehr, aber es war ihr Lieblingsball und dazu noch ein nagelneuer! Sie jetzt davon zu überzeugen, ihren Bruder damit spielen zu lassen, hätte womöglich in weiteren Tränen und irgendwann fehlenden Nerven bei mir geführt. Ich habe sie auf den Schoss genommen und mein Bonuspunktass aus dem Ärmel gezaubert. Ich sagte: “ Hey, ich weiss, dass du den Ball ganz neu hast, und es dir wirklich nicht leicht fällt, jetzt schon  jemand anderen damit spielen zu lassen, aber vielleicht kann der Leo ja mal fünf Minütchen damit spielen, und du trägst dir für dieses tolle Verhalten nachher einen dicken fetten Bonuspunkt ein“.
Schwupps, Problem beseitigt. Der Ball war vergessen, Lil war glücklich und flitzte wieder zur Schaukel ( Leo blieb unbeteiligter Weise ebenfalls glücklich ) und mir blieb eine nervenaufreibende Situation erspart. Darum geht’s schliesslich auch!

Bei unserer derzeitigen Liste haben wir 10 Themenpunkte. Können am Abend 8 angekreuzt werden,gibt es für diesen Tag ein Lachgesicht 🙂 . Sind es weniger gibt es ein Miesepetergesicht 🙁 .

Das Geschenk gibt es, wenn am Ende mindestens 8 Lachgesichter grinsen.

Nun gibt es natürlich dennoch diese Tage, an denen manche Dinge nicht so gut laufen, eben weil man auch mal einen schlechten Tag hat – vor allem am Morgen! Meistens reicht es, wenn ich dann sage: „Komm, ich will’s jetzt nicht noch fünf mal sagen, wäre doch echt ärgerlich, wenn dich das jetzt deinen Punkt für das und das kosten würde…, na los, den Punkt holen wir uns!“ Der Satz „Punkte kosten“ motiviert dann doch und wenn man sich den Punkt „gemeinsam holt“, verbindet es und erzeugt gleichzeitig ein ganz tolles
Wir-Gefühl.
Wenn es dazu kommt, dass man auf Grund der schlechten Laune am Morgen schon 3 Punkte vergeigt hat, der Rest des Tages aber ganz toll war, dann gibt es bei uns noch die Möglichkeit der Würfelpunkte.
Ich weiss, jetzt scheint es kompliziert zu werden, ist es aber nicht. Würfelpunkte sind ebenfalls Bonuspunkte, die man durch kleine Zusatzarbeiten bekommen kann. Zu Beispiel das CD-Regal vom Staub befreien, Müll rausbringen oder die Kinderbücher im Regal flott ordnen. Nichts großes, aber eben schon ein bisschen „good will“ zeigen.

Die Liste für unser Belohnungssystem habe ich in blanko hier hinterlegt:  Punkteliste

Die einzelnen Symbole zum Einfügen in eine eigene Tabelle gibt’s hier:  Tabellenzeichen

Für unsere Familie ist durch das „Belohnungssystem für Kinder“ vieles entspannter geworden, und wir feiern jede fertige Liste als wäre es der Pokal vom Endspiel!

In diesem Sinne also: ANPFIFF!

 

Mitnehmspielzeug & Spielzeugboxen

 

Kennt Ihr das, wenn ein eigentlich nett und entspannt geplanter Restaurantbesuch mit Freunden und Familie so endet, dass man kaum mit selbigen gesprochen hat, dafür aber drei mal erfolgreich – und einmal leider ohne Erfolg – das Umkippen der Limo verhindert hat, fünf fantastische Kartenhäuser aus Bierdeckeln gebaut hat, und sich dann – nach der fünften Runde durchs Restaurant – den mitleidigen Blicken der anderen Besucher aussetzen muss?

Mir fallen auf Anhieb mindestens fünf Orte ein, an denen gelangweilte und unbeschäftigte Kinder alles andere als niedlich sind! Das Restaurant ist nur eins davon.
Wartezimmer, Behördengänge, Fahrten mit der Eisenbahn, Friseurbesuch von Mami…
…die Liste ist lang!

 

Mitnehmspielzeug - Spielzeugboxen
Meine liebe Schwester Anna überraschte unsere Zwillinge zum letzten Weihnachtsfest mit Mitnehmspielzeug. Noch bevor die Kinder es öffnen durften erklärte sie ihnen, dass dieses ein ganz besonders Spielzeug sei und es nur ausserhalb unserer Wohnung benutzt werden dürfte. Auch das Mitnehmen zu Freunden ist nicht gestattet.

Das tolle daran ist, dass das Spielzeug so wirklich interessant bleibt, und sich unsere Kinder jedes mal diebisch freuen, wenn sie es endlich mal wieder mitnehmen dürfen.

Für Nick hatte sie diese tolle Legobox vorbereitet:
Legobox Mitnehmspielzeug - Spielzeugboxen
Hierfür einfach eine kleine Plastikbox kaufen und im Deckel eine Legoplatte mit Heisskleber befestigen. Legosteine und ein paar Legomännchen rein und fertig ist die Spielzeugbox.


Mitnehmspielzeug - Spielzeugboxen

Legobox & Co_0139
Für Lil hatte sie diese süße Tasche genäht und zwei Bonbonbüchsen in je ein Bett und einen Kleiderschrank umgewandelt. Dazu gab es 2 Polly Pocket Püppchen und das Mädchen war glücklich!

Für Leo gab es diese Multifunktionstasche die auf der Innenseite zwei Garagen für die Fahrzeuge und eine kleine aufgenähte Strasse hat. Für die Aussenseite hatte sie diesen süßen Stoff mit Autoparcours-Druck gefunden. Die Spieltasche kann Dank eines Klettbandes nach dem Zusammenfalten verschlossen werden.

Mitnehmspielzeug - Spielzeugboxen Legobox & Co_0137
…und Malsachen sind natürlich auch immer mit dabei….malen geht immer!
Legobox & Co_0141
Seit dem sind Restaurantbesuche & Co deutlich entspannter und sogar die 50 Minuten Wartezeit im Bürgeramt  waren so neulich ein wahrer Spaziergang!
Ein Hoch auf unser Mitnehmspielzeug!!!

Lucky – meine Aufräumhilfe

 

Darf ich vorstellen, das ist Lucky!

 

Lucky_0067

 

Lucky ist unser neues Haustier und mein Verbündeter im Kampf gegen das Chaos.

Wenn ich unsere alltäglichen 30 Minuten, die ich am Ende des Tages für das Aufräumen der Kinderzimmer einplane, in Form eines Aktivitäsprotokolls darstellen müsste, würde das ziemlich genau so aussehen:

20 % Rumgemaule 
45 % Spielen
35 % Aufräumen

Aufräumen mit Kinder hat es an manchen Tagen wirklich in sich und kostet viele Nerven.
Die Tage, an denen wir mal nicht  Lawinen von Spielzeug aufräumen müssen kann ich an einer Hand abzählen.

Ich brauchte also dringend Unterstützung und die bringt jetzt Lucky.

Lucky frisst am allerliebsten liegengebliebenes Spielzeug. Wenn ich also mehrfach darum gebeten habe, dass dieses oder jenes noch weggeräumt werden muss und es nicht passiert, dann bekommt’s eben der Lucky.

Lucky spuckt die Sachen erst am Samstag wieder aus und wenn sie dann nicht hoppi galoppi an ihren Platz geräumt werden, bekommt er sie gleich wieder. Das ist allerdings noch nie bei uns passiert. 🙂

Schon der Satz „Ohh, ich glaube Lucky knurrt schon der Magen“ lässt meine Kinder ganz schnell flitzen und alles eben noch so wichtige ist plötzlich gar nicht mehr so wichtig, wie das Spielzeug in Sicherheit zu bringen.

Lucky ist aus einem alten Pappkarton entstanden und die Medaille hat er sich bei uns wirklich verdient!
Ich habe den Karton zuerst einmal fest zugeklebt, und dann die schräge Klappe angezeichnet und zugeschnitten. Im Anschluss daran habe ich Lucky mit braunem Packpapier beklebt und die Maske zugeschnitten und aufgeklebt.

Lucky_0066

 

Für Lucky muss ich übrigens keine Hundesteuer zahlen und er muss auch nie bei Regen noch mal raus. Herrlich, so lobe ich mir unser Hündchen!
…auch wenn ein echter natürlich auch toll wäre!!!

 

 

 

 

 

Drehscheibe ins Glück!

 

Dass Geschwister immer mal streiten, ist ja kein Geheimnis, wusste ich vorher. Dass sie sich an manchen Tagen den Dreck unterm Fingernagel nicht gönnen wollen, wusste ich auch noch. Aber dass sie das mit Vorliebe gefühlte hundert mal schon vor dem Frühstück machen würden, und zwar vorzugsweise um Dinge, die einem Menschen mit normalem Verstand sooo unwichtig erscheinen, erzeugte bei mir extrem schlechte Laune und ich drohte meinen Restverstand zu verlieren.
Geschwisterrivalität ist normal, ich weiss, aber eben auch soooo nervig!
Anfangs habe ich mich noch bemüht, eine faire Entscheidungshilfe und Schlichterin zu sein, aber je mehr ich versucht habe zu schlichten, desto mehr neue Streitigkeiten kamen auf. Mein eben erwähnter Restverstand war schon bald nicht mehr in der Lage sich zu merken, wer gestern den Lichtschalter zuerst angemacht oder die Tür zuerst geöffnet hatte. Auch wusste ich bald nicht mehr, wer gestern auf welchem Platz am Esstisch sitzen oder die Knöpfe an der Espressomaschine drücken durfte. Ganz zu schweigen vom Marmeladenlöffel, der abgeleckt werden durfte oder wer gestern Abend zuerst zum Waschen und Zähneputzen zu mir ins Bad musste. Phuuu, schon beim Aufzählen bekomme ich wieder Schnappatmung! 🙂

Irgendwann in einem dieser Streitmomente, fragte ich mich, warum wir das mit 3 Kindern hier zuhause ständig als Thema haben und die Erzieher in der Kita mit 15 nicht. Voilà, da kam mir die Idee mit der Uhr. In unserer Kita gibt es so eine Uhr in den Gruppen, jedes Kind hat ein Symbol und wenn der “ Große Tag “ ran ist, darf dieses Kind besondere Aufgaben übernehmen.

Bingo, Aufgaben und Themen hatte ich genug, und zwar sowohl bei den Kindern beliebte  als auch weniger beliebte, und die habe ich alle auf diese tolle Uhr gepackt.

Drehuhr

Ich habe die Uhr in 3 Tage unterteilt, eben so viel, wie es Kinder sind. Die innere Scheibe hat je Feld ein Symbol oder Foto für jedes Kind. Auf der äußeren Scheibe stehen die Symbole für die suuuupertollen Dinge, die dieses Kind an dem Tag machen darf und die vorher ewig zu Streit geführt haben. Jaja, richtig, Highlights wie Tür und Lichtschalter zuerst bedienen, den Esstischstuhl wählen, beim Frühstückmachen oben auf der Arbeitsfläche sitzen und zuschauen,den Tisch eindecken u.s.w…..
Es gibt einen Supertag.  Dieser Tag ist im Grunde genommen das Zugpferd für die ganze Uhr. An diesem Tag darf man fast all die tollen Dinge machen und muss am Abend als letztes Kind ins Bad zum Zähneputzen und Fertigmachen.
Das Kind auf dem nächsten Tag hat 15 min Mama-oderPapazeit für sich allein. An manchen Tagen geht es nicht oder erst abends im Bettchen, dann lesen wir bei diesem Kind halt ein bisschen länger vor oder ich massiere noch die Füsschen. Hauptsache ungeteilte Zeit. Die geniessen übrigens nicht nur die Kids…! Das mit den 15 min geht erst dann, wenn die Kinder allesamt alt genug sind, um die Zeit für die anderen zu ermöglichen. Wenn die Geschwisterkinder noch zu klein und in einem Alter sind, wo sie sich nicht mal 10 Minuten allein beschäftigen können, macht das keinen Sinn. Ich habe damit erst angefangen, als die Zwillis reichliche Drei waren.

Dann gibt es noch den dritten Tag, das ist der Tag vor dem Supertag. Das Kind an diesem Tag hat als Highlight, dass es morgens den Marmeladenlöffel vom Brote schmieren ablecken darf. Oder ein Obst vorweg naschen, wenn es Müsli gibt. Eben irgendetwas Feines, was die anderen nicht dürfen.  Dieses Kind, muss sich am Abend ohne Theater zuerst bettchenfertig machen. Ohne Gemecker und Gemucke. Wenn das gut klappt, darf  die Uhr weitergedreht werden und der nächste Tag ist der Supertag. Aber eben nur dann!
Ohh, es läuft wie am Schnürchen. Was hatte ich vorher Theater darum, wer zuerst Zähneputzen muss und nicht mehr weiterspielen darf, DRAMEN! Jetzt sage ich bei einem Ansatz von Theater nur: „Oh, ich dachte Du wolltest die Uhr weiterdrehen, Du hast doch morgen deinen Supertag“ und hopps, ist das Kind auch schon im Bad!

Seit einigen Monaten habe ich noch die grünen Symbole hinzugefügt. Das sind Aufgaben, die an diesem Tag vom jeweiligen Kind übernommen werden müssen. Bei uns ist das Geschirrspüler ausräumen oder einräumen, Staubsaugen oder Staubwischen und am dritten Tag die Waschbecken im Bad putzen.
Unsere Kinder waren mit vier und sieben Jahren jetzt alt genug, um ein wenig Verantwortung im Haushalt zu übernehmen und wenn man weiß, wie viel Mühe es macht, ein Waschbecken zu putzen, kleckert man beim Händewaschen das nächsten Mal gleich ein bisschen weniger rum.

Die Uhr ist variabel, jede Geschwisterkonstellation, die Stärke der Geschwisterrivalität und jedes Alter bringt seine eigenen Streitthemen mit sich, aber für den Moment hat sie mich vor dem Wahnsinnigwerden bewahrt.

Unsere Drehscheibe habe ich über das Programm Numbers per Diagramm mit 33% erstellt. Je nach Anzahl der Kinder einfach die % anpassen. Die Blankodrehscheiben für  Familien mit drei Kindern habe ich hier zum Ausdrucken hinterlegt.

Drehscheibe aussen     Drehscheibe innen 

 

TV-Pässe

 

Mama, darf ich was gucken?

Bei einem „Ja“, hatte ich nichts zu befürchten, bei einem „Nein“ musste mir bewusst sein, dass im schlimmsten Fall nun ewige Diskussionen, Wiesos und Weshalbs,Tränen der Wut sowie die Überzeugung, dass ich die gemeinste Mutter der Welt bin, folgen würden.

Eine Lösung musste her. Zum einen wollte ich einen überschaubaren Rahmen was das Kontingent der Fernsehminuten betrifft, zum anderen aber auch den Kindern die Möglichkeit geben, selber zu bestimmen, wann sie wie viel sehen. Und so entstand die Idee der Fernsehgutscheine.

TV-Pässe

Am Anfang der Woche bekommen die Kids Ihre Pässe (Gutscheine), welche sie dann eigenverantwortlich verwalten. Eingesetzt werden können sie, wann immer es passt, am Stück oder auch einzeln. Es gibt sowohl TV-Pässe als auch Spiel-Pässe, mit denen am Computer/Tablet gespielt werden darf.

Ich habe die Pässe mit à 15 min. bestückt. Wenn eine Sendung mal 25 min dauert, ist das bei uns auch o.k. und kostet nur einen Pass.

Seit der Einführung dieser Fernsehvoucherlösung haben wir deutlich weniger Theater ums Fernsehen und wenn alle Pässe aufgebraucht sind, erübrigt sich die Fernsehfrage von allein.
Ganz nebenbei  ist es aber auch eine tolle Möglichkeit, den Kindern Verantwortung zu übertragen und ihnen so ein wenig Mitbestimmung im Familienalltag zu geben. Wer eigenverantwortlich entscheiden und handeln darf, ist im Nachhinein meist zufriedener, als  bei Lösungen, die vorgeschrieben wurden – und davon gibt’s ja immer noch genug! 🙂 .

In manchen Wochen liegen wir auch mal über dem Kontingent der Fernsehpässe, Familienkino o.Ä. zählen da nicht mit rein,  aber dann haben wir als Eltern es entschieden und so ein extra Fernsehpass in Aussicht bewirkt ja manchmal wahre Wunder….

Meine Voucher habe ich irgendwann mal schnell mit ein bisschen Glitzerpapier und Maskingtape selber zusammengebastelt. Für die schnelle Variante gibt es jetzt hier von missmommypenny kostenfreie Druckvorlagen für TV-Pässe und auch für Spiel-Pässe.

TV-Pass

Spiel-Pass