Ein Geschenk zu Papas 80 – Fotoserie damals – heute

Portraitsfoto damals heute

Fotoserie damals und heute

Geschenkidee zum 80. Geburtstag

 

 

Was schenkt man einem Mann, der eigentlich alles hat? Der im Leben alles erreicht hat und mit dem glücklich ist, was sein Leben Tag für Tag ausmacht.

Die Familie, das erfolgreiche und meist glückliche Leben das hinter ihm liegt, die Freude an den Enkeln und der über die Jahre erarbeitete Wohlstand.
Der Mann hat alles! Und so werden wir von einem runden Geburtstag zum nächsten immer ideenloser, was das Geschenk angeht.
Dennoch hoffe ich natürlich, dass  mein Papa noch 100 wird, aber die Sache mit den Krachergeschenken wird langsam aber sicher knapp!

In diesem Jahr war es nun wieder einmal so weit, dass ich mit meinen beiden Schwestern zusammensaß und wir uns unsere Köpfe darüber zerbrachen, was wir unserem lieben Papi zum 80. Geburtstag wohl schenken könnten.
Wohlwollende Reden samt Diakollagen und Shows hatten wir schon zum 50. und 60., zum 70 gab es ein Filmchen über sein Leben und nun?

 Da kam uns die Idee!

 Im Stern gab es vor einiger Zeit eine Serie, in der Leute Fotos aus Kindheitstagen an der selben Stelle und mit selber Kleidung am Leib nachgestellt hatten. Zum Brüllen komisch und gleichzeitig total anrührend.

Nun muss man wissen, dass unser Vater Zeit seines Lebens ein enorm kräftiger und agiler Mann war und nun, da er langsam aber sicher des Alters ist, diese Kräfte eben nicht mehr ganz so verlässlich an seiner Seite sind.
Das ärgert ihn sehr und lässt ihn mitunter ein wenig schwermütig in die Zukunft blicken.

 Es gibt dieses eine Kinderfoto von uns drei Töchtern, dass ich schon immer von ganzem Herzen geliebt habe. Ich war damals knapp vier und erinnere mich noch ganz genau an den Abend, an dem es unser Vater von uns drei Schwestern aufgenommen hat. Ich sollte längst im Bett sein, weshalb ich auf diesem Foto ein Nachthemd trage.

 

 

Ach, was war das für ein aufregender Abend. Gefühlt durfte ich so lange aufbleiben wie meine großen Schwestern und die Aufregung darüber steht mir – wie ich finde – tatsächlich ins Gesicht geschrieben.
Also haben wir uns entschlossen mit just diesem Foto ebenso eine Serie zu erstellen.
Bei meinen beiden großen Schwestern war das nicht ganz so schwer, weil ihre heutigen Frisuren den damaligen mit wenigen Kniffen angepasst werden konnten.

Bei mir sah das ein bisschen anders aus…

Die Kleidung war zum Glück auch gut nachzunähen, bzw. nachzukaufen und als meine Eltern dann eines Abends in der Oper waren, haben wir unsere Chance genutzt.
Was war das für ein Gaudi. Fiese Wellfriesen frisieren, ab in die Klamotten und die Möbel hin und her rücken.

 

 

Man muss dazu sagen, dass wir aus dem Haus, in dem das Foto entstanden ist vor 30 Jahren ausgezogen sind. Zum Glück haben meine Eltern schon damals einen passablen Tapetengeschmack bewiesen, so dass die Hintergrundstapete von damals noch sehr nah an die von heute rankommt.
Das Klavier auf dem wir auf dem Foto sitzen gibt es auch schon nicht mehr, da mussten wir ein wenig mogeln. Immerhin die Vitrine und die Uhr existieren noch und nach ein wenig Hin-und Hergerücke stand alles an seinem Platz und die Jahresuhr still.

Zum Glück bleibt das gute Stück des Öfteren stehen, sonst hätten wir uns dadurch womöglich verraten.
Wir haben etwa 35 Aufnahmen gebraucht, bis sämtliche Abstände zueinander ( immerhin bin ich als Jüngste auf diesem Foto in der Zwischenzeit gut 80 cm gewachsen und sollte dennoch auf den Schoß meiner armen Schwester passen! ) und Körperhaltungen so nah wie möglich an das Original herangekommen waren.

 


Was haben wir gelacht an diesem Abend und gemerkt, dass eben nicht nur unser lieber Papi in die Jahre gekommen ist.
Wir sind mit ihm alt geworden, da muss er nicht alleine durch!

 

 

Das haben wir ihm auch auf’s Foto geschrieben und die Freude auf seiner Seite war riesig.

Nun ziert es den Kaminsims unserer Eltern und jedes Mal wenn wir bei ihnen sind und unser Blick auf die Fotos fällt, können wir schmunzeln und an einen puppenlustigen Abend zurückdenken…

In diesem Sinne, eine fröhlich alternde Restwoche…

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